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Herdengestaltung: |
Überlegungen rund um's Herdenmanagement:
Hat man sich einmal entschlossen 'Alpaka-Halter-Anfänger" zu werden, stellt sich das Problem: Welche Tiere und wieviele will ich ?
Zu diesen Fragen möchte ich meine Meinung, oder besser gesagt, meine bisher gemachten Erfahrungen beisteuern. Wieviele Tiere ist mit dem vorhandenen Platz und der Dicke des Geldbeutels nach oben hin schnell geklärt.
Wir starteten mit drei Tieren, zwei erschien uns zu wenig. Da unsere Herde noch lange relativ klein sein wird, haben wir uns für drei Stuten ohne Hengst entschlossen.
Es gibt in unserer näheren Umgebung (22-200km) mehrere Besitzer von Hengsten, die Deckdienste anbieten. Zudem lassen sich Alpakas sehr einfach transportieren.
Auf diese Art können wir nun für jede unserer Stuten (braun, grau und schwarz) den am besten passenden Hengst auswählen, ebenso für ihre zukünftigen Töchter.
Wollte ich dies selbst erledigen, bräuchte ich drei eigene Hengste dazu, selbst ohne dass dabei das Thema der weiblichen Nachkommen (Inzucht) berücksichtigt wäre.
Da Hengste und Stuten getrennt eingeweidet werden, müsste ich zwei abgegrenzte Weiden bereitstellen.
In fünf Jahren, von eigenen Alpakas fast erdrückt, denke ich darüber möglicherweise anders.
Da wir Laien im Umgang mit Tieren, ausser Hunden, Katzen, Hasen, Bienen etc., sind (waren?) und selbstverständlich 'Crias' wollen, haben wir unsere 'Mädels' im Frühstadium ihrer Schwangerschaft erhalten.
Dadurch bleibt uns Zeit sich mit Ihnen und ihren Eigenarten, Bedürfnissen und eventuellen Unpässlichkeiten vertraut zu machen, und doch wird es nicht ewig dauern, bis wir unser erstes 'Kindchen' bestaunen können.
Dadurch wird auch eine weitere Teilweide für nicht mehr säugende Halbstarke (6-8 Monate) erst Zukunftsmusik und damit später zu lösen. Auch die 'Verhätschelung' (Fehlprägung) männlicher Nachkommen, die zum BERSERK-MALE-SYNDROM führen kann
(Junghengste sehen mit dem Erlangen der Geschlechtsreife den Menschen als Konkurrenten an und versuchen mit ihm um die Rangordnung zu kämpfen), mag so mit Bedacht überlegt und vermieden werden.
Auch ob wir einst Wallache (Onkelchen) oder Hengste heranwachsen sehen werden, ist heute noch nicht von Belang.
Wir meinen, man wächst mit seinen Aufgaben, solange nicht zu große Berge auf einmal zu erklimmen sind.
So ist uns der eingeschlagene Weg der Liebste --- und bis jetzt hat er sich sehr gut bewährt !
Erweiterung: Ein Jahr später!
Heute haben wir neun Alpakas und einen ganzen Sack neuer Erfahrungen.... Unsere drei Kinder sind inzwischen alle ca. 1/2es Jahr alt und gesund und munter.
Alle drei sind 'Winterkinder', was die Geburt und die ersten Stunden und Tage kritischer macht (vor allem wenn man keinen beheizbaren 'Aufenthaltsraum' zur Verfügung hat) und einem Anfänger eigentlich nicht zu empfehlen ist.
Seit kurzem sind noch drei neue, tragende Australierinnen dazugekommen. Unsere ersten 'Mädels' sind nun auch wieder gedeckt, diesmal gibt's Sommerkinder!
Das Weidenmanagement hat sich durch diese Entwicklung auch geändert. Wir bewirtschaften nun drei Weiden. Eine für die Jungtiere (2 Hengstchen, eine Stute), die beiden Anderen für unsere 6 'Damen'.
Es hat sich gezeigt, dass die Möglichkeit der 'Umweidung' dringend vorhanden sein muß. Eine Wiese sollte eine Wiese sein und bleiben und nicht zum Acker mutieren. Dies hängt natürlich maßgeblich von der Größe der Weide ab.
Wir hatten ca. 16 ar für drei Tiere.
Also gewachsen sind wir schon ein bißchen - und es ist noch kein Ende abzusehen!
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